Anstrengend

Zwar sitze ich gerade an der Planung meines ersten Unterrichtsbesuches, aber noch bin ich nicht am Freidrehen. Im Gegenteil, die systematische Beschäftigung mit einer Stunde hat schon etwas von emsig betriebener Sezierung, verrückter Biologe lässt grüßen. Fast schon freue ich mich auf die harsche Kritik der Seminarleiterin nach meiner dann doch nicht wirklich gelungener Stunde. Ich werde einer der ersten Kandidaten unserer Schule sein, die sich dem Scherbengericht der Seminarleiter stellen. Andere Referendare haben gar nicht diese Möglichkeit zur Verfügung und müssen sich bis zum nächsten Schuljahr gedulden, da für deren Seminare keine geeigneten Lehrkräfte aufzufinden sind.
Aber anstrengend finden es generell alle Referendare, auch wenn die Geisteswissenschaftler nicht-sprachlicher Richtungen wohl am meistens zu kämpfen haben. Der Wissensvorsprung ist nicht außerordentlich groß und schnell kommt die Angst vor dem kecken Schüler auf. Dies wird wohl ein ewiger Kampf bleiben, so hat es jedenfalls unser Kernseminarleiter bestätigt. Trotz aller Klagen bin ich jedoch beeindruckt, wie methodisch nützlich dieses “Stahlbad” dann doch bisher war. Ich glaube, dass man diese alltäglichen Aha-Effekte stärker in den Vordergrund rücken sollte, dann würde sich viel lächerliches Gejammer erübrigen.

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