Stefan

Ich bin seit Oktober 2009 Fremdsprachenassistent für Deutsch an einer Schule in der Emilia Romagna.

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Kistenweise

Am kommenden Mittwoch geht es wieder offiziell los, ich freue mich wirklich darauf. Zwei Tage zuvor finden die erste Lehrerversammlung sowie das Kollegiumsgrillen statt. Die meisten Feiern im Schulumfeld finden ja normalerweise dann statt, wenn alle pädagogisch Beteiligten komplett platt sind. Ich finde es daher sinnvoll, dies einmal zu drehen.

Für mich war die mehrwöchige Pause heilsam, jetzt sortiere ich mich wieder ein wenig inhaltlich für das kommende Schuljahr. Nur in wenigen Punkten muss ich mich völlig neu aufstellen, eigentlich betrifft das nur für mich neue Klassenstufen oder die Umsetzung von Curricula. Sehr inspiriert hat mich der Artikel zum Einsatz von Web 2.0 im Unterricht bei “Kreidefressen”, obwohl ich ähnlich enttäuscht von meinem eigenen Wirken in der digitalen Sphäre bin. Es sind bisher vor allem Peanuts, die auch einen Mehrwert für meinen Unterricht leisten. Im letzten Halbjahr habe ich so positive Erfahrungen mit meiner Kurs-Pinnwand bei padlet gemacht, das werde ich weiterführen und vielleicht auch einmal für eine Hausaufgabe verwenden.

Im letzten Artikel hatte ich vom “Reisebüro Schule” geschrieben. Im kommenden Schuljahr kann es passieren, dass ich mindestens drei verschiedene Länder in dieem Rahmen aufsuchen werden. So sehr ich mehr über diese Erfahrungen freue, der fade Beigeschmack bleibt doch der Unterrichtsausfall durch meine Abwesenheit. Für die teilnehmenden Schüler zählt dieses Argument kaum, gerade wenn ein Teil des Programmes in den Ferien stattfindet. Eine ehemalige Schüler von mir ist gerade mit dem Programm “Merhaba Deutschland – Hallo Türkiye!” von Youth for Understanding in Istanbul. Ich verfolge mit Interesse die vielfältigen Aktivitäten, die vor Ort angeboten werden und sei es das Üben der Theatergruppe mit Efes-Kisten.

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Reisebüro

Heute ist zwar offiziell noch ein Ferientag, aber ich sitze dennoch (oder gerade deswegen?) an den Italienisch-Klausuren. Man kann ja über das Korrigieren schimpfen wie man möchte, aber es ist auch das Produkt einer über mehrere Wochen andauernden Anstrengung  und mir bereiten die Arbeiten zu einem großen Teil Freude, weil ich einen generellen Fortschritt erkenne. Ich frage mich auch ständig, welchen Anteil ich an dieser Leistung habe oder ob die Schüler auch mit einer Lehrer-Maschine oder ganz ohne Lehrkraft genau das Gleiche (nicht) lernen würden.

Die Korrektur versperrt ein wenig den Blick darauf, dass das Schuljahr in die letzten Sphären gleitet und Unterricht in der Klasse nur noch zersplittert stattfindet. Im Juni werde ich insgesamt an sechs Schultagen keinen Klassenraum betreten, sondern mit den Schülern an außerschulischen Lernorten verweilen: Bauernhof (3x), Lehrküche und zwei LWL-Industriemuseen. Solche Ausflüge sind natürlich eine nette Abwechselung zum Unterrichtsalltag, aber die Vorbereitung frisst gerade hier auf dem Land viel Zeit. Während man in der Großstadt schnell mit Tram oder gar zu Fuß eine nette Attraktion besichtigen kann, geht hier fast gar nichts ohne Bus. Wirtschaftlich freut das natürlich die Busunternehmen, allerdings hatte ich schon erhebliche Schwierigkeiten, für die vorletzte Schulwoche einen Bus reservieren zu können.

Bei den Bauernhof-Exkursion mit den 5. Klassen gibt es dieses Problem nicht, wir erlaufen uns die  fünf  Kilometer lange Strecke. Letzten Donnerstag habe ich meine erste Etappe absolviert, wobei ich erstaunt war von der Kondition der Kinder, kein Gemeckere, nichts. Mir verwundert auch immer wieder, was die Schüler an Smartphones und Kopfhörer dabei haben, ein Selfie mit einer Kuh wollte jedoch keiner machen.

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Verwehrt

Aufgrund des Verbots von Smartphones im Unterricht…

  • dürfen Schüler keine Photos von an der Tafel notierten Hausaufgaben machen. Sie müssen sie abschreiben bzw. der Lehrer gibt entsprechende Zettel aus.
  • können Schüler bei der stillen Lektüre von Texten nicht selbständig nachschlagen, wenn sie einen Begriff oder eine Vokabel nicht kennen.
  • haben keine Schüler keine Möglichkeit der Ablenkung, wenn der Lehrer sich in einen scheinbar belanglosen Lehrervortrag verliert oder keine Möglichkeiten der sinnvollen Binnendifferenzierung anbietet.

Warum wird das eigentlich Schülern verwehrt?

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Zu Tisch

“Mein” Italienisch-Raum befindet sich in der 4. Etage unseres Schulgebäudes. Dadurch verliere ich oftmals die ersten Minuten des Unterrichts, weil sich nach Ende der Pause die Massen im Treppenhaus tummeln und wirklich kein Durchkommen möglich ist. Natürlich konnte man jetzt einwenden, dass die Schüler dann schlichtweg eher aus der Pausenhalle weg müssen. Ja, stimmt, da war ich am Anfang inkonsequent und ich hätte intensiver darauf achten müssen. Ich reagiere jetzt anders: Die Türen der Räume der oberen Etagen lassen sich nicht von außen öffnen, also müssen die Schüler immer klopfen. Ein Mitschüler reagiert, steht auf und öffnet die Tür. Dieses Verhalten habe ich inzwischen untersagt und ich öffne selbst die Tür. Das ist unangenehm für die Schüler, ich habe mehr Kontrolle über den Raum, manchmal warte ich auch ein wenig bis zum Öffnen der Tür oder sage den verspäteten Schülern, dass ich gerade etwas erkläre und sie noch zwei Minuten draußen warten sollen. Das gibt mir auch Zeit, die Verspätungen zu notieren. Ich bin ein gemeiner Aas, rechtlich gesehen ist es vermutlich auch bedenklich.

Vor zwei Tagen war auch der letzte Schultag der Abiturienten. Ich hatte sieben Stunden und in jeder Stunde wurde lautstark an der Tür geklopft. Dann kamem irgendwann die Abiturienten herein, verteilten sich im Raum und … ja, machten eigentlich nichts. Bei einem Physik-Kollegen erklärten sie wenigstens bestimmte Probleme der Mechanik, ich hatte hingegen nur mehr Leute im Raum, die mich nach kurzer Orientierung anstarrten und auf einen Input hofften. Was macht man da? Ich habe jedenfalls den Typen gesagt, dass sie gerne mitmachen dürfen, aber das Angebot nahmen verständlicherweise nur wenige Absolventen in spe an und gingen wieder zurück zu ihrem eigens angemieteten Bierwagen.

In meinem Stammraum versuche ich auch manchmal, die Tischordnung vom Hörsaal in eine U-Form zu verändern. Das war bisher immer zum Scheitern verurteilt. Es reicht eine Doppelstunde bei einem Kollegen aus und schon haben die Schüler wieder den stuhlischen Normalzustand hergestellt. Oder ich penne am Anfang der Stunde und plötzlich stehen die Tische wieder wie zu Wilhelms Zeiten. Wollen die Schüler den konfrontativen Zustand oder sind sie nur Gewohnheitstiere, die ungern Platz und Partner wechseln wollen?

Im Lehrerzimmer ist es aber auch nicht anders, es gibt keine “Tisch-Springer”. Am Anfang meiner Anstellung habe ich nach einigen Tagen immer mal wieder den Tisch gewechselt, das wurde von einigen Kollegen vermutlich als Zeichen geistiger Konfusion gedeutet und mir wurde direkt empfohlen, meinen Stammplatz am “offenen Tisch” zu beziehen. Das ist der einzige Rundtisch im Lehrerzimmer mit insgesamt acht Plätzen und “ohne Profil” d.h. es gibt keine Bindung der Tischgruppenmitglieder durch ein bestimmtes Merkmal. In unserem Lehrerzimmer gibt es nämlich den Sportlehrer-Tisch, den Referendar-und-Praktikanten-Tisch, den Wir-waren-hier-schon-Referendare-Tisch, den Mittwoch-Zweites-Frühstück-Tisch und den Religionslehrer-Tisch. Ich würde gerne mal die Reaktion der Kollegen sehen, wenn wie in den Klassen zur Förderung der Sozialkompetenz die Stammplätze im Lehrerzimmer komplett durchgemischt werden würden.

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Auf die Schublade

Um 7.35 Uhr nähere ich mich dem Klassenraum der fünften Klasse, schaue in verblüffte Kinderaugen und öffne die Tür zum Klassenraum. Ich stelle meine Taschen am Lehrertisch ab und der erste wahrgenommene Kommentar einer Schülerin lautet “Sie sind unser pünktlichster Lehrer. Herr (Anmerkung: ich kenne hier zum Glück noch nicht alle Namen der Kollegen) kommt immer…” und wird von mir blitzschnell mit einem “Wer ist eigentlich diese Woche Tafeldienst?” unterbrochen.

Ich bin erstaunt, wie schnell man nach nur vier Wochen in eine Schublade gesteckt wird. Für andere Kurse bin ich vermutlich “der Lehrer, der immer so kleine Arbeitsblätter austeilt”, “der Typ, der sich immer seinen Pullover mit Kreide vollschmiert” oder “der Mann mit den Hustenbonbons”. In meinem ersten Italienisch-Kurs habe ich nach wenigen Woche eine Evaluation durchgeführt. Positiv erwähnt wurden mein Tiramisù und die Verwendung von Öko-Papier, jedoch war mein Sandalen-Geschmack eindeutig ausbaufähig.

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Am Buffet

Mit den vielen neuen Kursen kann ich mich sowohl an neue Themen heranwagen als auch bewährte Methoden noch weiter ausbauen. Hier mal ein paar Beispiele aus den letzten Wochen:

  • In Italienisch werden gerade die Themen Urlaub und Sport durchgenommen, als begleitende Grammatik werden vor allem der Futur und der Imperfekt behandelt. Es ist erstaunlich, wie anregend man diese Gesichtspunkte verbinden kann. Meine Schüler haben beispielsweise die Entwicklung einer Urlaubsliebe aus dem Lied “Guardia 82″ von Brunori Sas nachgezeichnet oder mittels eines Elternabends die möglichen Probleme ihrer Zöglinge bei einer Ferienfreizeit besprochen.
  • Schön war in Italienisch auch eine Umfrage zum Thema “Sport” bei anderen Klassen, Stichwort “Mediation”. Statistiken und Präsentationen wurden erstellt, man konnte sich auch mal wundern (“Warum spielen so viele deutsche Schüler Tennis?”), zudem bietet sich dann der interkulturelle Vergleich an; wie schaut es denn in Italien aus? Also ich bin sicher, dass in Italien weniger Handball gespielt wird.
  • Derzeit betreue ich eine Praktikantin in Erdkunde, die in Klasse 5 mit voller Begeisterung ein Memory zu den Daseinsgrundfunktionen erstellt hat. Sie hat es in der Erarbeitungsphase eingesetzt, die Methode wäre wohl auch für eine Übungsphase geeignet.
  • Andere Methoden konnte ich noch nicht ausprobieren, beispielsweise bin ich sehr neugierig auf den Einsatz eines Bilderbuffets. Das hat eine Mitreferendarin in ihrer Examensstunden angesetzt und diente vor allem der Erstellung sowie Sortierung der Problemfragen der Reihe.

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Voll dabei

Der erste Monat mit einer vollen Vertretungsstelle ist vorbei und ich lebe noch. Folgende Gründe sind dafür wohl wesentlich:

  • Ich werde nicht durch alle Jahrgangsstufen und Klassen gejagt. Ich unterrichte in jeder Jahrgangsstufe mindestens zwei Kurse/Klassen. Viele der angestreiften Themen hatte ich im Referendariat bereits vorbereitet, ich bin also schon durch viele Schlaglöcher gefahren und ergänze nun zielgerichtet. Einzige Ausnahme sind die 5er in Erdkunde, da muss ich noch experimentieren.
  • Das Schülerklientel ist sehr angenehm, das entlastet ungemein. In Gruppenarbeitsphasen kann ich mich auch mal zurückziehen, Hausaufgaben werden größtenteils erledigt, Schüler mit vielen Fehlstunden findet man kaum.
  • Durch die Arbeit mit dem Thunderbird-Adressbuch “Lightning” produziere ich weniger Papierchaos als erwartet und weiß trotzdem noch, wann welche Vokabeltests geschrieben werden müssen. Das kann noch alles optimiert werden, aber es ist ein erster Schritt hin zur digitalen Strukturierung.
  • Ich habe fast ausschließlich Doppelstunden-Unterricht, kombiniert mit unterschiedlichen Stundenplänen für A-und-B-Woche. Selbst zwischen den Doppelstunden muss ich wenig umherstreifen, da ich oft im gleichen Raum unterrichte. Die Vorteile gegenüber Einzelstunden liegen auf der Hand, ich schätze insbesondere die freie Pauseneinteilung und die Ruhe beim einmaligen Aufbau von Gerätschaften (Notebook, Beamer).
  • Die Klausuren kommen erst in drei Wochen.

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Muttermilch

Während meiner Vertretungsstelle habe ich zum ersten Mal mit italienischen Muttersprachlern im Unterricht zu tun. Der erste Befürchtung war natürlich, dass sie sich über mein Italienisch lustig machen werden. Passiert eigentlich nicht, die Schüler sind sehr verständnisvoll und geben an, wenn Konstruktionen ihrer Meinung nach unüblich sind. Umgekehrt gebe ich ihnen Hinweise, wenn sie schlampig schreiben, also Objektpronomen verwechseln oder den Konjunktiv unter den Tisch fallen lassen.

Problematisch ist eher die Vermittlung der Grammatik. Im Kurs des zweiten Lernjahres müssen viele neue Phänomene eingeübt werden, welche die italienischen Schüler intuitiv korrekt anwenden, aber sie können im Gegensatz zu den deutschen Schülern nicht ausreichend begründen, warum da ein direktes oder indirektes Objektpronomen gesetzt werden muss. Sollte man das dennoch einfordern? Jedenfalls habe ich den Eindruck, dass sie sich bei solchen Reiheninhalten besonders langweilen.

In meinem Q2-Kurs sind drei Muttersprachler dabei, aber leider sehr viele sprachlich verunsicherte Schüler. Dadurch ergeben sich in vielen Unterrichtsphasen erhebliche Probleme: Im Unterrichtsgespräch liegt der Redeanteil bei den Muttersprachlern und in Gruppenarbeiten verlassen sich die leistungsschwachen Schüler komplett auf die “Italiener”. Eine Kollegin hatte mir empfohlen, dann eine reine Muttersprachler-Gruppe bilden zu lassen. Gar nicht so dumm, weil hier wohl das Lernen-durch-Lehren-Prinzip nicht mehr greift. Übermorgen geht es in das Museum und ich werde da wohl die Gruppen entsprechend splitten.

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Vertreten

Zwei Schulen, zwei verschiedene Vertretungskonzepte:

  1. Es gibt bezahlte und im persönlichen Stundenplan vermerkte Präsenzstunden. In diesen Stunden kann man jederzeit für eine Vertretung eingesetzt werden. Man weiß dadurch recht genau, wann eine Vertretung “droht”. Und der Vertretungsplaner muss meistens nicht hektisch bei kurzfristigen Ausfällen durch das Lehrerzimmer hetzen.
  2. An meiner Ausbildungsschule gab es keine Präsenzstunden, nur durchgeführte Vertretungsstunden werden honoriert. Es hing also vom Geschick des Planers ab, wann und auch wie oft man eingesetzt wurde. Vertretungspläne wurden am Vorabend an die Kollegen via E-Mail verschickt. Kurzfristige Ausfälle waren schwieriger zu kompensieren, da auch der Stundenplan vieler Lehrer wenig Pufferstunden enthielt. Es gab also wenig Kollegen, welche die Zeit zwischen zwei Stunden im Lehrerzimmer absaßen.

Ist das erste Modell von den Kosten eher teurer? Falls nicht, spricht eigentlich wenig für das zweite Modell: Es kann unfair und auch sehr hektisch sein. Teilweise habe ich drei Mal an einem Tag einen neuen Vertretungsplan zugeschickt bekommen.

Mit beiden Modellen könnte man wohl gut leben, wenn es verhinderte Kollegen schaffen würden, Anweisungen und Material für Vertretungsstunden mitzuliefern. Aber das scheint mir eher die Ausnahme als die Regel zu sein und wird durch auch keine Instanz aufgegriffen: Hauptsache es wird vertreten, ob mit Bingo oder eine Weiterführung der Unterrichtsreihe ist da irrelevant.

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Auswahl

Während des Referendariats habe ich nur wenige Junglehrer getroffen, die dauerhaft in der Schule wohl nicht glücklich werden. Leider waren aber gerade diejenigen Referendare oftmals extrem beratungsresistent. Ich habe dann nachgedacht, ob ich als Ausbilder einem solchen Referendaren wirklich sagen würde, dass er sich besser nach einer Alternative zum Lehrerberuf umschauen sollte. Wahrscheinlich hätte ich nicht den Mut dazu. Das ist ein Armutszeugnis, schließlich trage ich auch eine gewisse Verantwortung für zukünftige Schülergenerationen, die sich dann mit diesem Dödel auseinandersetzen müssen.

An der TU München gibt es Auswahlgespräche für angehende Lehrer. Du bist geeignet als Lehrer, du eher nicht. Ich frage mich, wie das ein externer Gutachter so schnell bewerten kann. In einer halben Stunde kann man gut blenden, oberflächlich plaudern, an der Uni ist das Problem auch bekannt. Mein Vorschlag wäre eher wie folgt: Warum sollte nicht ein ehemaliger Lehrer des Kandidaten ein Gutachten erstellen? Vielleicht könnte man das mit einem Beratungsgespräch verknüpfen. Der Student in spe könnte natürlich einen Lehrer nach Wahl bestimmen. In jedem Fall hätte man dann ein pädagogisches Profil über den Kandidaten, an dem man in Praktika und Seminaren arbeiten könnte.

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