Didaktischer „Worst Case“

Generell läuft der Unterricht hier in sehr angenehmen Bahnen. Wenig Disziplin-Probleme, bemühte Schüler und allgemein entgegenkommende Arbeitsatmosphäre.
Nichtsdestotrotz gibt es natürlich auch Stunden, bei denen man sich denkt „Wozu?“ und relativ enttäuscht sowie grübelnd nach der Stunde abzieht. Allerdings hilft zur realistischen Einordnung dieser Grottenstunden oftmals ein Blick auf die Rahmenbedingungen: So habe ich beispielsweise jeden Freitag in der sechsten Stunde eine Deutsch-Klasse, die vom Niveau her sicherlich nicht in der ersten Liga spielt. Schon mal schlecht, aber dazu hat diese Klasse ausnahmsweise einen hohen Jungs-Anteil und diese Kerle haben ein gesundes, fast schon überreifes Selbstbewusstsein. Die Klasse ist somit schon mal vom Naturell her laut und gerade gegen Ende des Schultages lassen sie sich noch mal richtig gehen.
Dazu kommt, dass ich am Freitag im Prinzip drei Mal die gleichen Stunden mache. Die dritte Ausgabe sehen diese Schüler und ich denke, dass es ihnen manchmal wie das dritte Aufbrühen eines Kaffees vorkommt. Mir geht es jedenfalls ein bißchen so. Und manche Themen hätten mich als Schüler auch einfach gelangweilt und ich hätte lieber „Schiffe versenken“ gespielt. Die Topographie Deutschlands beispielsweise ohne Atlas zu bearbeiten ist mE schlichtweg beknackt. Stattdessen gibt es einen Lückentext, wie so oft und in diesem Fall auch noch mies didaktisiert.
Was hilft bei solchen frustrierenden Erfahrungen? Abhaken, ein Bierchen trinken oder/und einen Artikel in seinem Blog schreiben.

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