Der erste Tag

Und jetzt ist er schon wieder vorbei, der erste Tag an der Schule im neuen Jahr. Ich kam mir heute ein bißchen fremd vor, fast schon apathisch. Im Unterricht war meine Tutorin der dominante Part, ich habe im Prinzip nur ein paar Einwürfe an die Schüler gegeben.
Interessant war für mich vor allem die Beobachtung der letzten Stunde. Erstmal fehlte so ein Viertel der Schüler, was trotz sibirischer Temperaturen ein außergewöhnlich hoher Krankenstand darstellte. Als Ausgleich für die eisige Kälte draußen stand ein Heizstrahler mitten im Klassenzimmer. Ich hatte ganz kurz überlegt, ihn als wärmende Sitzgelegenheit zu zweckentfremden. Aber schließlich wurde den Schülern auch so gut eingeheizt, jedoch von verbaler Seite aus. Meine Tutorin hat das Kernlaster der Schüler, ihre Faulheit, knallhart zur Sprache gebracht und plötzlich wurde es recht still in den Räumlichkeiten. Und das am ersten Tag nach den Ferien… Vielleicht war es aber richtig so, um gleich die Richtung für die nächsten Monate anzugeben. Nichts mehr mit Kuschelpädagogik, jetzt wird geklotzt, ihr Faulpelze!
Während der Standpauke musste ich meine Loyalität zum Lehrer unterstreichen, also neutral bis leicht böse rein schauen. Auch wenn ich die Schüler prinzipiell sympathisch finde: In solchen Situation muss man zum Lehrer halten, ansonsten verpufft die Standpauke im disziplinarischen Nichts. Ich bin jetzt auf die Reaktion der Schüler gespannt.

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