Für eine Handvoll Euro

Nach den Stunden der letzten Tage scheint es fast so, als hätte ich nur Dagobert Ducks in meinen Klassen sitzen. Ich habe die üblichen Weihnachtsfragen gestellt und ich hatte mir kreativere Einwürfe insbesondere bezüglich der Geschenke gewünscht. Auf „Francesca, was hast du gekriegt?“ folgte meist ein kaltes „Geeeld“, dann folgten zumindest im weiblichen Part der Klassen noch Klamotten und Schmuck, bei den Jungs vor allem Elektroartikel. Wenn man den Spieß mal umgedreht hatte und ich nach den Geschenken für Freunde & Familie gefragt hatte waren die Reaktionen auch ernüchternd. Häufig gingen die armen Eltern leer aus.
Vielleicht lag dies alles auch an den mangelnden Vokabelkenntnissen und am allgemeinen Rebellentum der Schüler, aber der monetäre Teil war selbst dafür äußerst dominierend. Ich hätte nicht erwartet, dass die Schüler so kühl-rational an Weihnachten denken, insbesondere aufgrund der in Italien oft beschworenen besonderen Familienkultur. Dies liegt aber sicherlich nicht nur an den Schülern, sondern man muss sich fragen, wieso die Eltern so häufig Geld verschenken. Dies ist einerseits recht einfallslos und außerdem untergräbt es den ideelen Wert von Geschenken. Wie soll ein Schüler dann erkennen, dass Weihnachten mehr ist als die Auszahlung einer Rendite am Jahresende?

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