Zu modern?!

Gestern gings wieder in den Deutsch-Kurs der Ältesten des Liceo. Es ging um den Expressionismus, in Kunst und Literatur. Meine dortige Lehrerin hatte dafür einen dafür ein sehr spartanisches Arbeitsblatt vorbereitet. Dies umfasste die zeitlichen Eckdaten & wichtigsten Merkmalen im Fließtext und einen tabellarischen Vergleich zwischen frühen und späten Expressionismus. Ich hatte dagegen ein Arbeitsblatt, welches sich exemplarisch von Munchs „Der Schrei“ sowie dessen Kopie bei den Simpsons zu den Ideen des Expressionismus hervortasten sollte. Jenes sollte schließlich durch eine Analyse von Hoddis‘ „Weltende“ untermauert werden.
Meine Betreuerin machte wieder ihre speziellen Bemerkungen dazu: Sie sei unmodern und nicht mehr am didaktischen Zahn der Zeit, ich stelle quasi das Gegenteil dar. Ich mag solche Sprüche nicht, was soll ich darauf antworten? Ich bin gewiss kein Methodik-Fanatiker und habe überhaupt nicht daran gedacht, meine Betreuerin aufgrund ihres simplen Arbeitsblattes in ihrer Reputation abzustufen. Im Gegenteil, ich frage mich, ob das nicht vielleicht die Schüler wollen. Kein ironisch angehauchter Schnick-Schnack und offen formulierte Fragen, sondern klare Anweisungen zum Lernen am Nachmittag. Wann, wer, was, wo – wir sind froh.

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