Schnipsel

Die letzten Wochen war ich relativ viel unterwegs, so dass leider kaum Muse für einen Blogartikel übrig blieb. Hier sind jedoch einige Punkte, die eventuell eine Erwähnung wert sind:

  • Wenn es nach der Statistik der Suchanfragen hier ginge, sollte ich mich in diesem Blog vor allem auf das italienische Schulsystem sowie Mind-Maps konzentrieren. Für den zweiten Bereich gibts zumindest einen Neuzugang, eine Mind-Map zum Thema „Essen & Trinken“.
  • Es ist wirklich ein grandioses Phänomen, dass Pädagogen genau das allzu gern machen, was sie bei Schülern kritisieren. Sei es die zweistündige Blockierung des einzigen Kopierers der Schule oder penetrantes Gequatsche während einer Fortbildungsveranstaltung, dies ist alles in ihrem Laster-Repertoire enthalten.
  • Im Sommer hatte ich einen einwöchigen Deutschkurs an einer „schola media“ gegeben und ich war eigentlich nicht so recht zufrieden damit, auch weil die Schüler häufig meckerten. Einige Monate später kriege ich eine Nachricht von der Klassenlehrerin, dass sowohl Eltern als auch ihre Zöglinge nur Positives über den Kurs zu sagen hatten. Typisches Lob für einen Lehrer, erstmal muss man den Widerstand aushalten und später kommen doch einige ankennende Worte.
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Im Abo

Die interne Kommunikation innerhalb des Lehrerkollegiums wird bei uns vor allem durch eine wöchentlich erscheinende „Zeitung“ getragen. In diesem Blatt sind insbesondere Informationen über anstehende und vergangene schulische Ereignisse zu finden. Interessant finde ich, dass man auch oft Infos über unfreiwillig länger abwesende Kollegen erhält und so meines Erachtens das Kollegium ein wenig mehr zusammenbringt. Der Kollege ist dann nicht einfach weg und es wird nicht wild vermutet, was denn mit ihm sei und was man gehört habe. Außerdem ist es eine Anregung, diesen Kollegen auch vielleicht mal anzurufen und ein paar nette Worte zu hinterlassen.
Die Zeitung wird allerdings nicht ausgedruckt und in die Fächer im Lehrerzimmer gelegt, sondern per E-Mail an die jeweilige Schuladresse des Lehrers geschickt. Ich sehe darin den Vorteil, nicht noch mehr Papier durch die Gegend zu schleppen und auch relativ simpel ein digitales Archiv anzulegen. Nachteilig ist jedoch, dass einige Kollegen die Erscheinung des Blattes gerade in persönlichen Stressphasen nicht mitkriegen, mit den entsprechenden Irritationen. Wieder ein schöner Fall der digitalen Kluft im Lehrerzimmer, wie kann man dem vorbeugen? Wieder auf Papier umsteigen, mehr Druck auf weniger techniknahe Kollegen ausüben?