Immer nach aussen gerichtet

An meinem Gymnasium sind die Schüler häufig außerhalb des Schulgeländes unterwegs: Die „Olympiaden“ der diversen Fächer, Kulturwochen oder ein „Open Dag“ an einer Universität.  Letzteres geschieht häufig während der Unterrichtszeit, gerade in den letzten beiden Klassenstufen sogar mehrmals pro Jahr. Die Schule hat auch einen „decaan“, welcher beispielsweise mit Schülern die individuellen Berufsvorstellungen bespricht. Orientierung wird hier also recht professionell angegangen. Während meiner Zeit als Schüler war das eher Privatvergnügen, in Italien hatte ich den gleichen Eindruck.

Aber nicht nur die Universitäten machen hier viel Reklame, auch die Schulen müssen eine gewisse Öffentlichkeitsarbeit an den Tag legen. Vor einer Woche war hier an der Schule ebenfalls ein Tag der offenen Tür, allerdings nicht nur zur Bespaßung von Schüler- und Lehrerschaft. Es ging darum, neue Schüler anzuwerben, da in den Niederlanden diesbezüglich (zumindest geographisch gesehen) fast völlige Freiheit besteht. Schnupperstunden in fast allen Fächern wurden gegeben, ein Shuttle-Bus fuhr zum derzeit zu renovierenden alten Schulgebäude und für die Verpflegung wurde reichlich gesorgt. In der letzten Ausgabe der schuleigenen Zeitung gab es sogar einen Zwischenstand, wie viel Neuanmeldungen schon eingetroffen sind. Und andere Colleges können es sich sogar leisten, Plakate mit lachenden Jugendlichen im Stadtzentrum aufhängen zu lassen.

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