Entscheidend ist auf dem Platz

Wenn man Schüler in Prüfungen schickt, an denen man selbst als Prüfer nicht teilnimmt, fühlt man sich ein wenig wie Sporttrainer: Entscheidend ist auf dem Platz und insofern müssen die Schüler selbst ihre Leistung abrufen, Hilfe gibt es nicht mehr. Man ist auch ein wenig aufgeregt, nervös, beinahe ohnmächtig und hofft nur, dass die eigenen Schützlingen irgendwie gut durchkommen.

Bei den letzten Goethe-Prüfungen an unserer Schule ist das auch geglückt, es gab viel Lob von den externen Prüfern für die Schülerleistungen. Ich freute mich darüber, aber andererseits fragte ich mich auch: Sind das nur die cleveren Schüler, die in Prüfungssituationen ihr Können vollständig abrufen können? Oder ist die präzise Vorbereitung für den Erfolg verantwortlich, ohne die die meisten Schüler relativ ahnungslos durch das Examen geschleudert wären? So polar wie diese Fragen gestellt sind, dürfte die Lösung wohl dazwischen liegen. Wenn alle Schüler durchkommen, ist diese Frage auch nicht von hoher Relevanz. Erst beim Misserfolg kommt die Kritik und wie beim Fußball wird dann meist der Lehrer und seine Methodik in Frage gestellt. Der Tadel lässt sich schließlich auch leichter an einer Person festmachen als an einer Gruppe von spät-pubertierenden Jugendlichen. Insofern gilt also, nach der Prüfung ist vor der Prüfung.

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