Mentorkommentar

Zumindest im letzten Jahr am Gymnasium hat jeder Schüler einen persönlichen Mentor, eine Art selbst gewählten Beratungslehrer. Dieser Lehrer kann relativ frei aus dem Kollegium gewählt werden, es gibt auch nicht die Voraussetzung, dass der Schüler bei diesem Lehrer Unterricht haben muss. Ich würde das auch nicht als sinnvoll empfinden, schließlich kann ein wenig Distanz nicht schaden. Manche Schüler nehmen diesen Mentor öfters in Anspruch, andere verzichten eher auf ausgedehnte Konversationen. In jedem Fall gibt es einen vielsagenden Überblick, wie es um die Popularität einer Lehrkraft innerhalb der Schülerschaft gestellt ist.

Die Mentoren haben – zumindest an meiner Schule – einen großen Auftritt am Ende des Schuljahres, bei der Verleihung des Abiturzeugnisse. Die Gruppe eines Mentors wird aufgerufen und der Mentor gibt zu den einzelnen Schützlingen einen Kommentar ab, mal erheiternd, mal ernst, mal skurril oder rührend. Ich finde das flockiger und vielfältiger als die klassische deutsche Zeremonie mit Reden vom Schulleiter und von der Schulsprecher. Dort stehen meines Erachtens zu oft schwertragende Zukunftsausblicke oder alberne Analysen zum Lehrerverhalten im Mittelpunkt. Persönlicher und auch stimmiger finde ich da einen kurzen Monolog, der den einzelnen Schüler mit seinen Stärken und kleinen Schwächen ins Zentrum rückt.

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