Melotti, Calvino und der nicht bestellte Espresso

Es hat sich jetzt bei mir eingebürgert, dass ich am Sonntag oft in eines der unzähligen Museen in Neapel gehe, heute im MADRE – Museo d’Arte contemporanea DonnaREgina. Zwei Dinge fand ich dort bemerkenswert:

    • Derzeit ist im Madre eine Sonderausstellung zu Fausto Melotti zu bewundern. Melotti beschäftigte sich gerade in seinem Spätwerk intensiv mit sogenannten „teatrini“, filigran-struppige Figuren aus Kupferdraht, Stofffetzen oder selbst Dominosteinen. Einige seiner Werke waren mir bereits vor dem Museumsbesuch bekannt und zwar durch die Bücher von Italo Calvino. Merke für die Zukunft: Hin und wieder sollte doch einen intensiveren Blick auf die Beschreibung eines Buchcovers werfen.Italo Calvino - Le città invisibili
    • Neben dem inhaltlichen Aspekt war es auch interessant zu sehen, dass das Museum einen besonderen Dienst für Familien anbietet. Erst kam mir nämlich eine Horde von Erwachsenen entgegen und dann am Ende des Besuchs eine Gruppe von zappeligen Kindern, welche sich mit der ersteren Gruppe vereinte und die Bestellung eines Espressos an der Museumsbar unmöglich machte. Das Angebot des Madre: Die Eltern können in Ruhe die Ausstellungen besichtigen und die Kinder bauen in der Zwischenzeit Figuren im Sinne Melottis oder toben sich an einer riesigen Leinwand aus. So einen Service bieten nicht viele Museen an und insbesondere nicht in Italien.
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