Errori

Viel Zeit und Lust zum Schreiben hatte ich in den letzten Wochen nicht. Die Arbeitsbelastung ist trotz des generellen Spaßfaktors doch erheblich angewachsen, da ich neben meinem eigenen Kursen noch in zwei anderen Kursen aktiv bin, so einige methodische Dinge ausprobieren kann und auch doppeltes Feedback bekomme (von der Schülerschaft & vom Ausbildungslehrer):

  • Letzte Woche war ich überrascht, wie gut die Schüler mit der Strukturlegetechnik das Kantische Handlungsmodell systematisiert haben. Ich konnte mich in Ruhe an die Seite setzen und innerhalb des Kurses wurde mit Hilfe des zerschnittenen Arbeitsblattes eifrig über Neigungen und Pflicht diskutiert.
  • Einige Schüler in meinem Philosophie-Kurs müssen Anfang Dezember eine Klausur zur „Einführung in die Philosophie“ schreiben. Für die Texterschließung gehen wir gerade das fünfschrittige PLATO-Modell (leider gibt es dafür online keine brauchbaren Informationen) durch, kombiniert mit einem Schreibgitter zu den ersten Schritten. Das Schreibgitter ist ein interessanter Ansatz, aber ich habe den Fehler gemacht, die Gruppenergebnisse an die Tafel schreiben zu lassen. Dadurch ist viel Leerlauf entstanden, nächstes Mal lasse ich das Gruppenergebnis auf Folie schreiben und veröffentliche das Klassengitter auf dem OHP.
  • Im Q1-Kurs Italienisch sind wir bei Kapitel 8 von „In piazza“ angekommen d.h. das Rom-Kapitel steht auf dem Programm. In meiner Einführungsstunde habe ich dann auch einen Ausschnitt aus „Il pranzo di Ferragosto“ gezeigt: Gianni muss zu Ferragosto etwas Fisch und Wein besorgen, dafür düst er mit dem Moped durch die „città eterna“. Die Schüler sollten zu dem Filmausschnitt einfache Fragen auf dem Arbeitsblatt bearbeiten. So einfach war es dann aber doch nicht, die zweite Frage war für die Schüler nicht zu beantworten. Danach habe ich die kommunikative Methode „In piazza“ ausprobiert. Die Schüler sollten sich den Stadtplan zu Rom im Lehrbuch anschauen und dann kurz notieren, was sie gerne in Rom machen oder sehen würde. Nach der Vorbereitung ging es dann „In piazza“ und man durfte die jeweiligen Partner vollquatschen. Dafür habe ich noch ein Arbeitsblatt vorbereitet, welches Redehilfen für diese Aufgabe zur Verfügung stellte. Das Treffen der Schüler lief gut, auch wenn die Schüler etwas mundfaul waren, jedoch auch durchaus verständlich donnerstags um halb 9.

Generell frage ich mich, was die Schüler von meinen ganzen methodischen Experimenten denken. Wahrscheinlich liegt es irgendwo „Dieser bekloppte Referendar nervt!“ und „Wow, endlich mal etwas total Neues!“.

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