Mit dem letzten Tropfen Sprit

Ein Großteil der Referendare meiner Schule hat ihren zweiten Unterrichtsbesuch hinter sich und für viele war es eine enorme Ernüchterung. Einstündige Brandreden gehörten anscheinend zum Standardprogramm der Ausbilder, insofern ist die Moral der Truppe momentan am Boden. Überflieger gibt es natürlich auch, ich gehöre nicht dazu, glaube ich zumindest. Das größte Problem von „uns Referendaren“ ist vermutlich gar nicht so sehr die plötzlich einsetzende hohe Arbeitsbelastung, sondern eher das Abschütteln von Gedanken, die sich um das Thema „Schule“ drehen: Was muss ich noch für den Grundkurs vorbereiten? Wie gestalte ich die Klausur im November? Wieso kriegen meine Schüler keine vernünftige Interpretation auf die Reihe? Wie ist es zu verhindern, dass 20 % prinzipiell keine Hausaufgaben macht? Das saugt und führt dazu, dass die Ferien wie eine Oase der Glückseligkeit und Gedankenlosigkeit herbeigesehnt werden.

Gestern noch ein interessantes Gespräch mit einer frischgebackenen Lehrerin über das Thema „Fortbildung“ gehabt: Sie meinte, dass zwar eine Unmenge zu Mobbing und Binnendifferenzierung angeboten wird, aber auf inhaltlicher Ebene relativ wenig passiert. Sie bemängelte das für die Biologie und ich kann das insofern bestätigen, dass ich für Italienisch bisher noch nirgends präzis ausgerichtete Fortbildungsangebote gesehen habe. Oder ich bin schlichtweg mies informiert, kann natürlich auch sehr wohl sein.

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