Nach dem UB

… ist vor dem UB. Vorgestern wurde ich in Philosophie abgeklopft. Kernstück war eine Amerikanische Debatte, die vom methodischen her sehr flüssig lief, aber inhaltlich nicht am Maximum war. Gute Stunde, nicht mehr, nicht weniger. Nach der Besprechung ging es direkt wieder in den Unterricht, ich fühlte mich wie ein angezählter Boxer, ziemlich platt. Aber man lernt wirklich mit der Zeit, trotz solcher widrigen Umstände noch erträglichen Unterricht zu halten.

Am Mittwoch gibt es jedoch schon den nächsten Unterrichtsbesuch, dieses Mal in Italienisch. Für den Fall gilt eigentlich der Spruch „Der Star ist die Reihe“. Die einzelne Stunde ist inhaltlich durchaus ansprechend, aber die Reihe hat mehr Feuer. Da ist es wirklich schade, dass die Seminarleiter nur zu einzelnen Brocken kommen und sich nicht einen längerwährenden Blick gewähren können.

Zur Seite gestellt

Nach den Ferien stehen innerhalb von fünf Tagen zwei Unterrichtsbesuche an. Das bedeutet also, dass die Ferien nicht völlig durchgehangen werden können, aber auf der anderen Seite finde ich es auch mal wieder spannend, eine wirklich sattelfeste Stunde bauen zu müssen. Damit verbunden ist die stetige Aufregung, dass ein übersehener Fakt die Stunde zum Einsturz bringen könnte. Diese Spannung wird mich wohl bis zum Ende der Ausbildung zum Kribbeln bringen.

An den Unterrichtsbesuchen stört mich seit kurzem der Umstand, dass mein ‚gewöhnlicher‘ Unterricht darunter leidet. Das betrifft insbesondere die inhaltliche Seite, da ich meine Kräfte für die benoteteten Stunden bündeln muss. Aber durch Vorbereitungen und Nachbesprechungen verpasse ich auch viel Unterrichtszeit. So muss ich übernächsten Freitag früher aus meinem Ausbildungsunterricht entschwinden, um den Fachseminarleiter begrüßen (und eventuell technisches Gedöns abholen) zu können. Durch die Nachbesprechung verpasse ich wiederum mindestens ein Drittel meiner Doppelstunde Italienisch, also genau die Zeit, in der man inhaltlich richtig ranklotzen könnte. Im Verhältnis ist diese verlorene Unterrichtszeit natürlich kaum erwähnenswert, aber ein Unbehagen bleibt.