Lecker Examen

Beim letzten Artikel ging es ja vorrangig um das leibliche Wohl, ein Gesichtspunkt, der in der Schule immer wieder zum Schmunzeln anregen kann. So gibt es bei uns beneidenswert freche Kollegen, die die Tischgruppen im Lehrerzimmer systematisch nach Süßigkeiten abgrasen. Die gibt es in jeglicher Qualitätsstufe, von Edel-Tiramisus bis hin zu Discounter-Gummifröschen. Beim Wildern wird dann übrigens auch vor dem Referendarstisch kein Halt eingelegt.

Andererseits nehmen viele Referendare zu Unterrichtsbesuchen gerne einen Rotkäppchen-Korb mit, gefüllt mit Aldi-Kekstüten, grau-biederen Thermokannen und  kunterbunten Tassen für den netten Plausch mit dem Seminarleiter. Abgesehen vom sozio-ökonomischen Zweifel (ein Referendar verdient wohl zumindest weniger als die Hälfte eines Seminarleiters) scheint das der Dienstherr auch nicht zu begrüßen: Für den Abschlußtag ist es jedenfalls strikt untersagt, sich an der Bewirtung der Prüfer zu beteiligen, sprich man soll keine Brötchen am Vortag schmieren. Um dies (warum auch immer…) zu umschiffen gibt es jedoch eine Tradition unter Referendaren: Der Mitreferendar, der keine Prüfung absolviert, schmiert für den Prüfling, manus manum ungit (?). Nun überlege ich, mit was ich meine Leute beauftrage, von Parmigiana di melanzane bis hin zum Mettigel ziehe ich derzeit noch alles in Betracht.

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