Vertreten

Zwei Schulen, zwei verschiedene Vertretungskonzepte:

  1. Es gibt bezahlte und im persönlichen Stundenplan vermerkte Präsenzstunden. In diesen Stunden kann man jederzeit für eine Vertretung eingesetzt werden. Man weiß dadurch recht genau, wann eine Vertretung „droht“. Und der Vertretungsplaner muss meistens nicht hektisch bei kurzfristigen Ausfällen durch das Lehrerzimmer hetzen.
  2. An meiner Ausbildungsschule gab es keine Präsenzstunden, nur durchgeführte Vertretungsstunden werden honoriert. Es hing also vom Geschick des Planers ab, wann und auch wie oft man eingesetzt wurde. Vertretungspläne wurden am Vorabend an die Kollegen via E-Mail verschickt. Kurzfristige Ausfälle waren schwieriger zu kompensieren, da auch der Stundenplan vieler Lehrer wenig Pufferstunden enthielt. Es gab also wenig Kollegen, welche die Zeit zwischen zwei Stunden im Lehrerzimmer absaßen.

Ist das erste Modell von den Kosten eher teurer? Falls nicht, spricht eigentlich wenig für das zweite Modell: Es kann unfair und auch sehr hektisch sein. Teilweise habe ich drei Mal an einem Tag einen neuen Vertretungsplan zugeschickt bekommen.

Mit beiden Modellen könnte man wohl gut leben, wenn es verhinderte Kollegen schaffen würden, Anweisungen und Material für Vertretungsstunden mitzuliefern. Aber das scheint mir eher die Ausnahme als die Regel zu sein und wird durch auch keine Instanz aufgegriffen: Hauptsache es wird vertreten, ob mit Bingo oder eine Weiterführung der Unterrichtsreihe ist da irrelevant.