Traumreise

In einer der ersten Sitzungen des Kernseminars (Allgemeine Didaktik für Referendare) haben wir an einer Traumreise teilgenommen: Der Seminarleiter bat uns die Augen zu schließen. Ich kam dieser Aufforderung nach und wir sollten uns an unseren ersten Schultag erinnern. Ich habe mitgemacht, aber gleichzeitig habe ich es innerlich als esotherischen Schwachsinn abgetan und ich war mir damals ziemlich sicher, dass ich nie eine Traumreise in meinem Unterricht machen werde. Ich bin ein verkopfter Typ (hat auch mal ein Schuldirektor zu mir gesagt), manchmal zu ironisch, nein, nicht zynisch, ich will ständig Lernertrag, also zu mir passt die Traumreise nicht, die Schüler werden darauf nicht eingegen und es albern finden.

Es ist nun nicht so, dass ich jede Stunde mit einer Traumreise einleite und abschließe, aber wenn sich mal die Gelegenheit ergibt, lasse ich die Schüler die Augen schließen und ich erzähle eine Geschichte und male eine Umgebung aus, in der die Schüler hineinfallen. Keine Gruselgeschichten oder Märchen, sondern von mir spontan ausgedachte Reisen zum Unterrichtsthema (in spiaggia, in der Großstadt), meistens mit einer komödiantischen Note und manchmal absurd werdenden Geräuschkulisse.

Einen sichtbaren Lernertrag erzeuge ich dadurch nicht, die Methode entzieht sich größtenteils sich dem Prinzip der Sicherung und des Transfers. Wer würde sich schon trauen, eine Traumreise in einem Unterrichtsbesuch zu zeigen?

Der Großteil der Schüler mag (dennoch) die Traumreise, mögliche und durchaus überlappende Gründe:

  • Der Schüler muss nicht(s) schreiben oder lesen.
  • Er hat einen Sinn für meine Erzählweise oder meinen Humor.
  • Er muss sich auf keine Person oder ein Medium konzentrieren, sondern nur auf sich selbst.
  • Er träumt gerne und lässt sich in seine Gedanken fallen.
  • Er genießt die Ruhe und die Entspannung.

Als ich Kollegen vom Einsatz der Traumreise in meinem Unterricht erzählte, haben sie das wohl auch als esotherischen Schwachsinn abgetan.

Anleitung

Ich hatte dieses Jahr einen Erdkunde-Kurs in der Klasse 10. Die Schüler schreiben in dieser Jahrgangsstufe auch zum ersten Mal eine Klausur in Erdkunde, davor wird maximal mit Tests abgefragt. Anfängerfehler und Stöhnen bei der Korrektur sind also garantiert. Deshalb habe ich mich auf Paul Watzlawick besonnen und den Schülern vor der Klausur eine Sammlung von “Tipps” mitgegeben, mit denen sie die Klausur auf jeden Fall “gegen die Wand” fahren, hier eine Auswahl:

  1. Ich gebe eine wirre Loseblattsammlung ohne Hefter oder Aktendulli ab.
  2. Mein Atlas liegt zu Hause auf einem Stapel unter dem Schreibtisch gleich neben der 2-Liter-Flasche Discounter-Cola.
  3. Ich lasse 0,03 cm Rand für Korrekturen. Das Knicken der Blätter in der Mitte ist mir zu aufwendig.
  4. Wenn ich ein Wort nicht richtig schreiben kann, schmiere ich es einfach undeutlich hin. Der Leser wird es schon aus dem Kontext herleiten können.
  5. Ich lese die Aufgabenstellung möglichst oberflächlich durch und schreibe direkt los. Strukturierende Notizen hindern nur den Schreibfluss, außerdem will ja der Lehrer die Klausur nochmals verwenden, oder?
  6. Aus dem Material zitiere ich direkt und reichlich, natürlich ohne Kennzeichnung mit „…“ und ohne Materialverweis (M …). Eigenständige Umfor­mulierungen werden überschätzt, viva „Copy & Paste“!
  7. Schwierige Fachbegriffe sind eine Erfindung der Glossar-Industrie und verstehen sich ohne Definition von selbst.
  8. Rechtschreibug, und Grammatik, brauche ich in Erdkunde nicht.
  9. Ich lege mir einen Fundus an Füllwörtern an, die je nach Bedarf meine Gedanken an Signifikanz aufblasen oder meine mangelnde Argumentationsfähigkeit übertünchen: „halt“, „mal“, „ja“, „eigentlich“, „doch wohl“, „nun mal“, „nicht unerheblich“, „diesbezüglich“, „zudem“, „hierfür“, „hiernach“, „hierbei“, „nunmehr“, „offensichtlich“, „augenscheinlich“, „eindeutig“, „zweifellos“, „wohl“, „eben“
  10.  Stichpunkte
    • weniger schreiben :-)
    • „roter Faden“ –> ja irgendwie schon
  11. Themenbezogene Absätze und Teilüberschriften erzeugen ein Mehr an Papier und sind zum Schutz des Regenwaldes zu vermeiden.
  12. In der Stellungnahme (Aufgabe 3) gebe ich nochmals die Inhalte wider, die schon in den vorhergehenden Aufgaben angeführt habe. Das fülle ich mit hohlen Phrasen („Beide Seiten haben ihre Berechtigung.“) und subjektiven Gefühlen („Das finde ich nicht richtig.“) auf, fertig ist der kommentierte Brei! Die simple Benennung der Pro-und Contra-Argumente und die daraus logisch entspringende Bewertung entsprechen hingegen einem zu rationalistischen Weltbild.
  13. Eine abschließende Korrektur der Klausur vermindert nur die Dauer der Mittagspause und erzeugt ein schlechtes Bauchgefühl.

Lokalmatadoren

Ich bin seit über drei Wochen in den Ferien. Die Schule ließ mich aber nicht ganz los, in der Zeit habe ich wieder einen Beitrag für einen Verlag fertiggestellt sowie diverse Vorstellungsgespräche geführt. Meine ehemalige Schule war überbesetzt und jetzt kam auch eine Versetzung einer Kollegin. Der Abschied fiel mir schwer, jedoch bekam ich dabei viel positives Feedback und mehrere Präsentkorbe, ist ja die letzte Gelegenheit entweder die Wut rauszulassen oder sich zu bedanken. Mit einigen Schülergruppen traf ich mich auch zum Abendessen, leider hatten wir keine Lehrküche, aber einmal waren wir im Restaurant einer Schülerin und einmal konnten wir die Küche einer Landfrauen-Vereinigung in Beschlag nehmen, das ging jedoch nur mit Kontakten.

Die Stellenlage ist momentan etwas angespannt, jedenfalls für mich mit meinen Fächern. Ich war in den Sommerwochen bei vielen Vorstellungsgesprächen, ich muss aufgrund der Noten schon eingeladen werden. Einige Stellen waren schon vorher vergeben, mit lokalen Kandidaten, die dort bereits Vertretungslehrer waren. Nichts anderes als Seilschaften, aber ich würde als Schulleitung auch einen Kandidaten nehmen, der das Ambiente kennt. Für die anderen Kandidaten bleibt eine halbe Stunde Gespräch, ohne Aussicht auf eine Anstellung und mit dem komischen Gefühl, im Gespräch vielleicht nicht überzeugt zu haben. Die Fragen in den Auswahlgesprächen sind oft so allgemein gestellt, dass eine fundierte Antwort ohne Rückfragen kaum möglich ist (“Wie reagieren sie auf einen schwierigen Schüler?”). Ich wurde routinierter bei den Antworten, habe die Aspekte genannt, von denen ich überzeugt war und von denen die Gegenüber überzeugt sein sollten, allen voran Schülerorientierung und Differenzierung. Aber das kann jeder erzählen, auch wenn er vor der Klasse zumeist doziert und schmiere Kopien in die Lerngruppe wirft. Vielleicht ist dann der Lokalmatador doch die beste Wahl.

Kistenweise

Am kommenden Mittwoch geht es wieder offiziell los, ich freue mich wirklich darauf. Zwei Tage zuvor finden die erste Lehrerversammlung sowie das Kollegiumsgrillen statt. Die meisten Feiern im Schulumfeld finden ja normalerweise dann statt, wenn alle pädagogisch Beteiligten komplett platt sind. Ich finde es daher sinnvoll, dies einmal zu drehen.

Für mich war die mehrwöchige Pause heilsam, jetzt sortiere ich mich wieder ein wenig inhaltlich für das kommende Schuljahr. Nur in wenigen Punkten muss ich mich völlig neu aufstellen, eigentlich betrifft das nur für mich neue Klassenstufen oder die Umsetzung von Curricula. Sehr inspiriert hat mich der Artikel zum Einsatz von Web 2.0 im Unterricht bei “Kreidefressen”, obwohl ich ähnlich enttäuscht von meinem eigenen Wirken in der digitalen Sphäre bin. Es sind bisher vor allem Peanuts, die auch einen Mehrwert für meinen Unterricht leisten. Im letzten Halbjahr habe ich so positive Erfahrungen mit meiner Kurs-Pinnwand bei padlet gemacht, das werde ich weiterführen und vielleicht auch einmal für eine Hausaufgabe verwenden.

Im letzten Artikel hatte ich vom “Reisebüro Schule” geschrieben. Im kommenden Schuljahr kann es passieren, dass ich mindestens drei verschiedene Länder in dieem Rahmen aufsuchen werden. So sehr ich mehr über diese Erfahrungen freue, der fade Beigeschmack bleibt doch der Unterrichtsausfall durch meine Abwesenheit. Für die teilnehmenden Schüler zählt dieses Argument kaum, gerade wenn ein Teil des Programmes in den Ferien stattfindet. Eine ehemalige Schüler von mir ist gerade mit dem Programm “Merhaba Deutschland – Hallo Türkiye!” von Youth for Understanding in Istanbul. Ich verfolge mit Interesse die vielfältigen Aktivitäten, die vor Ort angeboten werden und sei es das Üben der Theatergruppe mit Efes-Kisten.

Reisebüro

Heute ist zwar offiziell noch ein Ferientag, aber ich sitze dennoch (oder gerade deswegen?) an den Italienisch-Klausuren. Man kann ja über das Korrigieren schimpfen wie man möchte, aber es ist auch das Produkt einer über mehrere Wochen andauernden Anstrengung  und mir bereiten die Arbeiten zu einem großen Teil Freude, weil ich einen generellen Fortschritt erkenne. Ich frage mich auch ständig, welchen Anteil ich an dieser Leistung habe oder ob die Schüler auch mit einer Lehrer-Maschine oder ganz ohne Lehrkraft genau das Gleiche (nicht) lernen würden.

Die Korrektur versperrt ein wenig den Blick darauf, dass das Schuljahr in die letzten Sphären gleitet und Unterricht in der Klasse nur noch zersplittert stattfindet. Im Juni werde ich insgesamt an sechs Schultagen keinen Klassenraum betreten, sondern mit den Schülern an außerschulischen Lernorten verweilen: Bauernhof (3x), Lehrküche und zwei LWL-Industriemuseen. Solche Ausflüge sind natürlich eine nette Abwechselung zum Unterrichtsalltag, aber die Vorbereitung frisst gerade hier auf dem Land viel Zeit. Während man in der Großstadt schnell mit Tram oder gar zu Fuß eine nette Attraktion besichtigen kann, geht hier fast gar nichts ohne Bus. Wirtschaftlich freut das natürlich die Busunternehmen, allerdings hatte ich schon erhebliche Schwierigkeiten, für die vorletzte Schulwoche einen Bus reservieren zu können.

Bei den Bauernhof-Exkursion mit den 5. Klassen gibt es dieses Problem nicht, wir erlaufen uns die  fünf  Kilometer lange Strecke. Letzten Donnerstag habe ich meine erste Etappe absolviert, wobei ich erstaunt war von der Kondition der Kinder, kein Gemeckere, nichts. Mir verwundert auch immer wieder, was die Schüler an Smartphones und Kopfhörer dabei haben, ein Selfie mit einer Kuh wollte jedoch keiner machen.

Verwehrt

Aufgrund des Verbots von Smartphones im Unterricht…

  • dürfen Schüler keine Photos von an der Tafel notierten Hausaufgaben machen. Sie müssen sie abschreiben bzw. der Lehrer gibt entsprechende Zettel aus.
  • können Schüler bei der stillen Lektüre von Texten nicht selbständig nachschlagen, wenn sie einen Begriff oder eine Vokabel nicht kennen.
  • haben keine Schüler keine Möglichkeit der Ablenkung, wenn der Lehrer sich in einen scheinbar belanglosen Lehrervortrag verliert oder keine Möglichkeiten der sinnvollen Binnendifferenzierung anbietet.

Warum wird das eigentlich Schülern verwehrt?

Zu Tisch

“Mein” Italienisch-Raum befindet sich in der 4. Etage unseres Schulgebäudes. Dadurch verliere ich oftmals die ersten Minuten des Unterrichts, weil sich nach Ende der Pause die Massen im Treppenhaus tummeln und wirklich kein Durchkommen möglich ist. Natürlich konnte man jetzt einwenden, dass die Schüler dann schlichtweg eher aus der Pausenhalle weg müssen. Ja, stimmt, da war ich am Anfang inkonsequent und ich hätte intensiver darauf achten müssen. Ich reagiere jetzt anders: Die Türen der Räume der oberen Etagen lassen sich nicht von außen öffnen, also müssen die Schüler immer klopfen. Ein Mitschüler reagiert, steht auf und öffnet die Tür. Dieses Verhalten habe ich inzwischen untersagt und ich öffne selbst die Tür. Das ist unangenehm für die Schüler, ich habe mehr Kontrolle über den Raum, manchmal warte ich auch ein wenig bis zum Öffnen der Tür oder sage den verspäteten Schülern, dass ich gerade etwas erkläre und sie noch zwei Minuten draußen warten sollen. Das gibt mir auch Zeit, die Verspätungen zu notieren. Ich bin ein gemeiner Aas, rechtlich gesehen ist es vermutlich auch bedenklich.

Vor zwei Tagen war auch der letzte Schultag der Abiturienten. Ich hatte sieben Stunden und in jeder Stunde wurde lautstark an der Tür geklopft. Dann kamem irgendwann die Abiturienten herein, verteilten sich im Raum und … ja, machten eigentlich nichts. Bei einem Physik-Kollegen erklärten sie wenigstens bestimmte Probleme der Mechanik, ich hatte hingegen nur mehr Leute im Raum, die mich nach kurzer Orientierung anstarrten und auf einen Input hofften. Was macht man da? Ich habe jedenfalls den Typen gesagt, dass sie gerne mitmachen dürfen, aber das Angebot nahmen verständlicherweise nur wenige Absolventen in spe an und gingen wieder zurück zu ihrem eigens angemieteten Bierwagen.

In meinem Stammraum versuche ich auch manchmal, die Tischordnung vom Hörsaal in eine U-Form zu verändern. Das war bisher immer zum Scheitern verurteilt. Es reicht eine Doppelstunde bei einem Kollegen aus und schon haben die Schüler wieder den stuhlischen Normalzustand hergestellt. Oder ich penne am Anfang der Stunde und plötzlich stehen die Tische wieder wie zu Wilhelms Zeiten. Wollen die Schüler den konfrontativen Zustand oder sind sie nur Gewohnheitstiere, die ungern Platz und Partner wechseln wollen?

Im Lehrerzimmer ist es aber auch nicht anders, es gibt keine “Tisch-Springer”. Am Anfang meiner Anstellung habe ich nach einigen Tagen immer mal wieder den Tisch gewechselt, das wurde von einigen Kollegen vermutlich als Zeichen geistiger Konfusion gedeutet und mir wurde direkt empfohlen, meinen Stammplatz am “offenen Tisch” zu beziehen. Das ist der einzige Rundtisch im Lehrerzimmer mit insgesamt acht Plätzen und “ohne Profil” d.h. es gibt keine Bindung der Tischgruppenmitglieder durch ein bestimmtes Merkmal. In unserem Lehrerzimmer gibt es nämlich den Sportlehrer-Tisch, den Referendar-und-Praktikanten-Tisch, den Wir-waren-hier-schon-Referendare-Tisch, den Mittwoch-Zweites-Frühstück-Tisch und den Religionslehrer-Tisch. Ich würde gerne mal die Reaktion der Kollegen sehen, wenn wie in den Klassen zur Förderung der Sozialkompetenz die Stammplätze im Lehrerzimmer komplett durchgemischt werden würden.

Auf die Schublade

Um 7.35 Uhr nähere ich mich dem Klassenraum der fünften Klasse, schaue in verblüffte Kinderaugen und öffne die Tür zum Klassenraum. Ich stelle meine Taschen am Lehrertisch ab und der erste wahrgenommene Kommentar einer Schülerin lautet “Sie sind unser pünktlichster Lehrer. Herr (Anmerkung: ich kenne hier zum Glück noch nicht alle Namen der Kollegen) kommt immer…” und wird von mir blitzschnell mit einem “Wer ist eigentlich diese Woche Tafeldienst?” unterbrochen.

Ich bin erstaunt, wie schnell man nach nur vier Wochen in eine Schublade gesteckt wird. Für andere Kurse bin ich vermutlich “der Lehrer, der immer so kleine Arbeitsblätter austeilt”, “der Typ, der sich immer seinen Pullover mit Kreide vollschmiert” oder “der Mann mit den Hustenbonbons”. In meinem ersten Italienisch-Kurs habe ich nach wenigen Woche eine Evaluation durchgeführt. Positiv erwähnt wurden mein Tiramisù und die Verwendung von Öko-Papier, jedoch war mein Sandalen-Geschmack eindeutig ausbaufähig.

Am Buffet

Mit den vielen neuen Kursen kann ich mich sowohl an neue Themen heranwagen als auch bewährte Methoden noch weiter ausbauen. Hier mal ein paar Beispiele aus den letzten Wochen:

  • In Italienisch werden gerade die Themen Urlaub und Sport durchgenommen, als begleitende Grammatik werden vor allem der Futur und der Imperfekt behandelt. Es ist erstaunlich, wie anregend man diese Gesichtspunkte verbinden kann. Meine Schüler haben beispielsweise die Entwicklung einer Urlaubsliebe aus dem Lied “Guardia 82″ von Brunori Sas nachgezeichnet oder mittels eines Elternabends die möglichen Probleme ihrer Zöglinge bei einer Ferienfreizeit besprochen.
  • Schön war in Italienisch auch eine Umfrage zum Thema “Sport” bei anderen Klassen, Stichwort “Mediation”. Statistiken und Präsentationen wurden erstellt, man konnte sich auch mal wundern (“Warum spielen so viele deutsche Schüler Tennis?”), zudem bietet sich dann der interkulturelle Vergleich an; wie schaut es denn in Italien aus? Also ich bin sicher, dass in Italien weniger Handball gespielt wird.
  • Derzeit betreue ich eine Praktikantin in Erdkunde, die in Klasse 5 mit voller Begeisterung ein Memory zu den Daseinsgrundfunktionen erstellt hat. Sie hat es in der Erarbeitungsphase eingesetzt, die Methode wäre wohl auch für eine Übungsphase geeignet.
  • Andere Methoden konnte ich noch nicht ausprobieren, beispielsweise bin ich sehr neugierig auf den Einsatz eines Bilderbuffets. Das hat eine Mitreferendarin in ihrer Examensstunden angesetzt und diente vor allem der Erstellung sowie Sortierung der Problemfragen der Reihe.

Voll dabei

Der erste Monat mit einer vollen Vertretungsstelle ist vorbei und ich lebe noch. Folgende Gründe sind dafür wohl wesentlich:

  • Ich werde nicht durch alle Jahrgangsstufen und Klassen gejagt. Ich unterrichte in jeder Jahrgangsstufe mindestens zwei Kurse/Klassen. Viele der angestreiften Themen hatte ich im Referendariat bereits vorbereitet, ich bin also schon durch viele Schlaglöcher gefahren und ergänze nun zielgerichtet. Einzige Ausnahme sind die 5er in Erdkunde, da muss ich noch experimentieren.
  • Das Schülerklientel ist sehr angenehm, das entlastet ungemein. In Gruppenarbeitsphasen kann ich mich auch mal zurückziehen, Hausaufgaben werden größtenteils erledigt, Schüler mit vielen Fehlstunden findet man kaum.
  • Durch die Arbeit mit dem Thunderbird-Adressbuch “Lightning” produziere ich weniger Papierchaos als erwartet und weiß trotzdem noch, wann welche Vokabeltests geschrieben werden müssen. Das kann noch alles optimiert werden, aber es ist ein erster Schritt hin zur digitalen Strukturierung.
  • Ich habe fast ausschließlich Doppelstunden-Unterricht, kombiniert mit unterschiedlichen Stundenplänen für A-und-B-Woche. Selbst zwischen den Doppelstunden muss ich wenig umherstreifen, da ich oft im gleichen Raum unterrichte. Die Vorteile gegenüber Einzelstunden liegen auf der Hand, ich schätze insbesondere die freie Pauseneinteilung und die Ruhe beim einmaligen Aufbau von Gerätschaften (Notebook, Beamer).
  • Die Klausuren kommen erst in drei Wochen.