Aufgalopp

Einige Tage als Referendar liegen nun hinter mir und eine Frage kann ich schon nicht mehr hören: „Was ist Ihre Fächerkombination?“ Dicht folgen „Wo haben Sie eigentlich studiert?“ und „Warum sind Sie denn nach XY gekommen?“. Eine altgediente Lehrerin erzählte mir heute, dass man früher[tm] das Referendariat eigentlich ausschließlich in dem Bundesland ableistete, in dem man auch studierte. Wenn ich dies als Maxime hätte, könnte ich wahrscheinlich noch so drei Jahre in der sozialen Hängematte liegen oder müsste bei zersprengten Vertretungsjobs meinen Unterhalt erarbeiten. In Nordrhein-Westfalen ist jedoch die Situation wesentlich komfortabler, insofern waren bei den Einführungstagen fast nur Landeskinder anzutreffen, die jedoch relativ verblüfft von den Gästen aus Fern-Ost waren.
Die Verkürzung des Referendariats auf 18 Monate war nicht nur bei Kreide fressen ein Thema, sondern wurde auch von unseren Ausbildern in die Runde geworfen. „Den Druck möglich klein halten“ trotz eines zeitnahen Unterrichtsbesuches, verbunden mit dem freundlich-bestimmten Hinweis, möglichst geschwind vom Hospitieren zum Hantieren überzugehen. Aber jetzt geht es erst einmal mehrere Tage zu den diversen Seminaren, bevor man sich dann auf der echten Schaubühne präsentieren darf.