Mind-Map-Massaker

Eventuell ist es wirklich so, dass Herr Larbigs Vermutung mit der Mind-Map als „Methoden-Mythos“ die Realität gut reflektiert. Selbständig arbeiten nur sehr wenig Schüler mit der Mind-Map, obwohl sich diese Methodik wahrscheinlich für viele Referate anbieten würde.
Die Erstellung einer brauchbaren Mind-Map (z.B. für die Einführung in ein Themenfeld) ist jedoch nicht in fünf Minuten durchgeführt. Ich merke das selber, wenn ich Mind-Maps zur Wortschatz-Vorentlastung erstelle. Meistens schlage ich dafür zunächst ein Lehrbuch auf und schaue mir das gelistete Vokabular an. Danach kommt die gedankliche Strukturierung des Stoffes (u.a. die Gliederung der Unterthemen) und zum Schluss erst findet die Visualisierung mit Hilfe einer Mind-Map statt. Insofern fordert die Mind-Map hier bereits die Durchdringung eines Themas und ist somit kein Mittel dafür, wie allgemein gern behauptet. Daher rühren wahrscheinlich auch die Frustrationen bei der spontanen Erstellung einer Mind-Map an der Tafel oder im Heft, welche bei der finalen Betrachtung oftmals einem wilden Begriffsdschungel gleicht.
Meine Mind-Maps sind daher, wie schon in einem vorhergehenden Artikel dargestellt, sehr listenähnlich. Hier sind dafür noch einige andere Beispiele aus den Themenfeldern Sport, Wohnen und Diskussion.

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