Catering

Gestern hat eine Referendarin ihre Prüfungsstunden sowie das Kolloquium absolviert. Eine solche Prüfung umfasst jedoch nicht nur diesen inhaltlichen Stress, sondern es gibt auch noch allerhand Nebenkriegsschauplätze. Für die Kommission müssen beispielsweise Brötchen geschmiert und Kaffee gekocht werden, wobei es Tradition ist, dass dies von Mitrefendaren organisiert wird. Ältere Kollegen kannten diese „Goldene Regel“ nicht, die Tradition muss also irgendwann in den letzten Jahren aufgekommen sein. Viele Referendare sorgen auch schon richtig vor und bieten bei jedem Unterrichtsbesuch ein kleines Buffet an: Brötchen, Muffins, Kaffee und Tee. Von den Ausbildern wird das allerdings gar nicht so gefordert („Essen Sie ruhig die Kekse, ich muss ja reden!“), bei dem beträchtlichen Gehaltsunterschied zwischen Seminarleiter und Referendar wäre dies auch ein wenig anmaßend.
Was ist sonst noch nach den Herbstferien passiert? Ich habe einen mäßigen Unterrichtsbesuch hinter mich gebracht, wobei die Nachbesprechung (wie auch bei den vorangehenden!) sehr konstruktiv war. So wurde uns deutlich, dass ich eine Aufgabe der Erarbeitungsphase sehr gut als Einstieg hätte nutzen können und somit insbesondere zeitliche Schwierigkeiten vermieden hätte. Die erste Klausur in Italienisch lief ziemlich geschmeidig, es gab auch keine bohrenden Rückfragen bei der Rückgabe. Generell: Meine Klassen und ich haben uns eingespielt, ich kann mich im Unterricht zunehmend zurücknehmen, ohne dass dadurch die Ergebnisse leiden.
Jetzt will ich mir etwas überlegen, was die stumpfsinnigen Vokabeltests ablöst. Im Seminar haben wir nette Ideen bekommen, vermutlich lasse ich freie Texte schreiben, bei denen eine bestimmte Anzahl neuer Vokabeln eingebaut werden muss. Und für die gewonnene Zeit in der Schule bieten sich wohl Spiele an, am besten mit Wettbewerbscharakter.

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