Aufgalopp

Einige Tage als Referendar liegen nun hinter mir und eine Frage kann ich schon nicht mehr hören: „Was ist Ihre Fächerkombination?“ Dicht folgen „Wo haben Sie eigentlich studiert?“ und „Warum sind Sie denn nach XY gekommen?“. Eine altgediente Lehrerin erzählte mir heute, dass man früher[tm] das Referendariat eigentlich ausschließlich in dem Bundesland ableistete, in dem man auch studierte. Wenn ich dies als Maxime hätte, könnte ich wahrscheinlich noch so drei Jahre in der sozialen Hängematte liegen oder müsste bei zersprengten Vertretungsjobs meinen Unterhalt erarbeiten. In Nordrhein-Westfalen ist jedoch die Situation wesentlich komfortabler, insofern waren bei den Einführungstagen fast nur Landeskinder anzutreffen, die jedoch relativ verblüfft von den Gästen aus Fern-Ost waren.
Die Verkürzung des Referendariats auf 18 Monate war nicht nur bei Kreide fressen ein Thema, sondern wurde auch von unseren Ausbildern in die Runde geworfen. „Den Druck möglich klein halten“ trotz eines zeitnahen Unterrichtsbesuches, verbunden mit dem freundlich-bestimmten Hinweis, möglichst geschwind vom Hospitieren zum Hantieren überzugehen. Aber jetzt geht es erst einmal mehrere Tage zu den diversen Seminaren, bevor man sich dann auf der echten Schaubühne präsentieren darf.

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4 Gedanken zu “Aufgalopp

  1. Ach? Dann bist du jetzt sogar von der Ausbildungsreform betroffen! Da bin ich ja gespannt, wie das dann praktisch umgesetzt wird und bei euch Referendaren ankommt. Nutze das Hospitieren, so lange du kannst; wenn man die richtigen Lehrer erwischt, kann das sehr lehrreich sein. Eine Verkürzung war ja auch vorher schon mit Genehmigung möglich, bei uns ist nun wegen der beweglichen Ferientage die Situation für die Refis sehr unglücklich.

  2. Ich schaue nun mal öfter hier vorbei.
    Hört sich spannend an.
    Ich studiere noch auf Staatsexamen und habe keine Ahnung, ob ich dann später doch auch mit BA/MA Absolventen zusammen das verkürzte Ref machen darf/muss?!
    Egal, ich habs noch lange bis dahin.
    Dir alles Gute! 🙂

  3. Effi, was meinst du mit dem verkürzten Ref? 18 Monate?
    Ansonsten hat hokeyrocks vollkommen Recht, die vielen Unterbrechungen (auch durch Klassenfahrten & Projekte) im Mai/Juni in NRW erleichtern nicht gerade die Integration der Referendare in den Schulalltag.

  4. ja, ich glaube ich meinte das 18-Monate Ref.
    Ich habe bei uns an der Uni nur gehört, dass die Ba/MA Absolventen wegen dem Praxissemester eine verkürzte Referendarszeit bekommen. Bisher hatte ich von „einem Jahr“ was gehört, aber es scheinen wohl doch die 18 Monate sein 😉
    Zwei Freundinnen haben letztes Jahr angefangen mit dem Vorbereitungsdienst und die durften im Februar beginnen. Aber ich habe keine Ahnung ob es nun schon das reformierte Ref ist oder nicht. Ich blicke gerade gar nicht mehr durch 😉

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